AL-KO Unterlegkeil UK10 K-2 für Anhänger, 800 kg Radlast, DIN 76051

Unterlegkeile am Anhänger: Pflicht, Anzahl und richtige Größe

Unterlegkeile sind am Anhänger Pflicht, sobald das zulässige Gesamtgewicht über 750 kg liegt. Ein normaler PKW-Anhänger mit starrer Deichsel braucht dann 2 Unterlegkeile. Bis 750 kg schreibt die Straßenverkehrs-Zulassungs-Ordnung (StVZO) keine Keile vor. Sinnvoll sind sie trotzdem, weil ein ungebremster Anhänger keine Handbremse hat.

Wann sind Unterlegkeile am Anhänger Pflicht?

Die Regel steht in § 41 Absatz 14 StVZO. Entscheidend sind das zulässige Gesamtgewicht und die Bauart des Anhängers. Das zulässige Gesamtgewicht findest du in der Zulassungsbescheinigung Teil I im Feld F.2.

Anhänger Zulässiges Gesamtgewicht Unterlegkeile
PKW-Anhänger mit starrer Deichsel, 1 Achse oder Tandemachse bis 750 kg keine Pflicht
PKW-Anhänger mit starrer Deichsel, 1 Achse oder Tandemachse über 750 kg 2 Stück
Zweiachsiger Anhänger mit gelenkter Vorderachse (Drehschemel) über 750 kg 1 Stück
Anhänger mit 3 oder mehr Achsen jedes Gewicht 2 Stück

Fast alle PKW-Anhänger haben eine starre Deichsel und die Achse in der Mitte. Das Gesetz nennt sie Starrdeichselanhänger oder Zentralachsanhänger. Für sie gilt: über 750 kg immer 2 Keile, egal ob eine Achse oder Tandemachse.

Wie viele Unterlegkeile braucht mein Anhänger?

  • Anhänger bis 750 kg, ungebremst: keine Pflicht. Wir raten zu 2 Keilen, weil der Anhänger abgekuppelt sonst nur durch das Stützrad steht.
  • Gebremster Anhänger von 751 kg bis 3.500 kg: 2 Keile sind Pflicht.
  • Dreiachser: 2 Keile sind Pflicht.

Die Keile ersetzen die Handbremse nicht. Am Hang ziehst du die Handbremse an und legst zusätzlich die Keile unter.

Wo müssen die Unterlegkeile am Anhänger sitzen?

Die StVZO verlangt, dass Unterlegkeile sicher zu handhaben sind und ausreichend wirken. Sie müssen im oder am Fahrzeug leicht zugänglich sein und in einer Halterung sitzen, damit sie nicht verloren gehen und nicht klappern. Haken oder Ketten sind als Halterung ausdrücklich nicht erlaubt.

Ein Keil, der lose in der Kiste oder im Kofferraum des Autos liegt, erfüllt das nicht. Der Halter gehört deshalb zum Keil. Er wird außen am Rahmen oder an der Bordwand verschraubt, meist kurz vor oder hinter dem Rad.

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Welche Größe muss ein Unterlegkeil haben?

Die Größe richtet sich nach der Radlast. Die Norm DIN 76051 teilt Unterlegkeile danach ein. So rechnest du:

  1. Lies die zulässige Achslast in der Zulassungsbescheinigung Teil I ab (Felder 8.1 und 8.2).
  2. Teil die Achslast durch 2. Das ist die Radlast.
  3. Der Keil muss mindestens für diese Radlast gebaut sein.

Ein Beispiel: Ein Anhänger mit 1.300 kg Achslast hat 650 kg Radlast. Ein Keil für 800 kg Radlast reicht dafür. Bist du an der Grenze, nimm die nächstgrößere Ausführung.

Unterlegkeil-Halter montieren: So geht es

  1. Such eine Stelle, die du im Stehen gut erreichst und an der nichts schleift, zum Beispiel am Rahmen vor dem Rad.
  2. Halt den Halter an und zeichne die Löcher an.
  3. Bohr die Löcher und entgrate sie. Bei verzinkten Teilen streichst du die Bohrung mit Zinkfarbe nach.
  4. Verschraub den Halter mit Schrauben, Scheiben und selbstsichernden Muttern.
  5. Setz den Keil ein und rüttel daran. Er darf nicht herausfallen und nicht klappern.

Bohr nicht in die Deichsel und nicht in tragende Teile der Achse. Bist du unsicher, frag deine Werkstatt oder ruf uns an.

Unterlegkeile richtig unterlegen am Hang

  1. Zieh bei gebremsten Anhängern zuerst die Handbremse an.
  2. Leg die Keile auf der Seite unter, zu der der Anhänger rollen würde: am Gefälle also talwärts.
  3. Schieb jeden Keil dicht an den Reifen, links und rechts an derselben Achse.
  4. Auf weichem Boden legst du ein Brett unter, sonst drückt sich der Keil ein.
  5. Kuppel erst dann ab. Vor der Abfahrt kommen die Keile zurück in den Halter.

Bei gebremsten Anhängern gehört zum sicheren Abstellen auch ein heiles Abreißseil. Was es tut und wie du es prüfst, steht im Ratgeber Auflaufbremse prüfen und reparieren. Für die Winterpause findest du alle Schritte im Ratgeber Anhänger einwintern.

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Häufige Fragen zu Unterlegkeilen am Anhänger

Ab wie viel kg sind Unterlegkeile am Anhänger Pflicht?

Ab einem zulässigen Gesamtgewicht von mehr als 750 kg. Ein Anhänger mit genau 750 kg braucht laut § 41 Absatz 14 StVZO keine Keile.

Braucht ein 750-kg-Anhänger Unterlegkeile?

Nein, vorgeschrieben sind sie nicht. Weil ein ungebremster Anhänger keine Handbremse hat, sind 2 Keile beim Abstellen aber die einfachste Sicherung.

Reicht 1 Unterlegkeil am PKW-Anhänger?

Nein. PKW-Anhänger mit starrer Deichsel über 750 kg brauchen 2 Keile. 1 Keil genügt nur bei zweiachsigen Anhängern mit gelenkter Vorderachse.

Darf ich die Unterlegkeile im Auto mitnehmen?

Die StVZO verlangt, dass die Keile im oder am Fahrzeug leicht zugänglich in einer Halterung sitzen. Gemeint ist der Anhänger selbst. Schraub darum Halter an den Anhänger.

Wird bei der Hauptuntersuchung nach den Unterlegkeilen geschaut?

Ja, vorgeschriebene Unterlegkeile gehören zur Ausrüstung des Anhängers. Fehlen sie, kann das als Mangel im Bericht stehen. Was sonst geprüft wird, liest du im Ratgeber Anhänger zum TÜV: Fristen, Kosten und Checkliste.

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Stand: Oktober 2026. Quelle: § 41 Absatz 14 StVZO. Dieser Ratgeber ersetzt keine Rechtsberatung.

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